|
|
|
Pilzfäden im Abstrich
aus der Scheide,
Mikroskop mit
400x Vergrösserung
Was ist Vaginalpilz?
Vaginalpilz ist nicht eine Geschlechtskrankheit sondern eine
Pilzinfektion, wie sie auch an anderen Körperstellen vorkommen
kann. Doch was sind Pilzinfektionen genau?
|
 |
Es existieren etwa 200 verschiedene Arten von sogenannten
Mikropilzen. Von Darm über Vagina bis hin zur Mundhöhle können die verschiedensten
Körperstellen davon befallen werden. Doch nur etwa 10% der Mikropilzarten
können beim Menschen Infektionen hervorrufen. Oftmals handelt es sich
bei Infektionserregern um Hefepilze - lateinisch Candida. Diese befinden
sich auch unter normalen Umständen auf der Haut und den Schleimhäuten
der meisten Menschen, ohne jedoch deren Gesundheit zu beeinträchtigen.
Erst wenn das körperliche Gleichgewicht durch innere oder äussere Faktoren
gestört wird, können die Pilze für den Menschen gefährlich werden. Der
Pilz, der mit Abstand am häufigsten eine Infektion der Scheide verursacht,
heisst "Candida albicans".
Wie erkenne ich die Symptome von Vaginalpilz?
Eine Pilzinfektion der Vagina äussert sich durch Jucken,
Brennen und einen eher flockigen, weisslichen Ausfluss. Zusätzlich kann
auch die Schamregion mitbetroffen sein. Die Infektion ist schmerzfrei
und kann sich auch nicht weiter im Körper ausbreiten. Eine genaue ärztliche
Diagnose ist jedoch oft notwendig. Denn Candida kann auch ein untypisches
Krankheitsbild wie ekzemartige und bläschenförmige Veränderungen hervorrufen.
Wie wird Candida übertragen?
-
Antibiotika: Wenn
durch Antibiotika die gesunde Bakterienflora der Schleimhaut verringert
wird, finden Pilze bessere Wachstumsbedingungen und können sich einfach
vermehren.
-
Abwehrschwäche: Schwere
Krankheiten führen zu einer Schwächung des körpereigenen Abwehrsystems.
Daneben kann aber auch auf Grund von Stress bei sonst gesunden Frauen
die lokale Abwehr in der Schleimhaut gestört sein.
-
Schleimhautschädigungen:
Durch mechanische oder chemische Faktoren kann
die Oberfläche der Schleimhaut irritiert oder verletzt werden. So
zum Beispiel
-
bei trockener Schleimhaut
(Schmerzen bei Einführen eines Tampons oder beim Geschlechtsverkehr
könnten darauf hindeuten)
-
beim Geburtsvorgang
-
durch übertriebene Anwendung
von schleimhautreizenden Seifen, Intimsprays oder Vaginalspülungen
-
Besiedelung des Darmes:
Bei fast allen Frauen mit häufig wiederkehrenden
Pilzinfektionen ist Candida auch im Stuhl nachweisbar. Die Infektion
kann sich also durch ungeschickte Reinigung vom Darm in die Vagina
übertragen
-
Geschlechtsverkehr:
Männer und Frauen sind oft Träger von Candida,
ohne Symptome aufzuweisen
Infiziert was tun?
Bei ersten Anzeichen einer Vaginalpilzinfektion ist auf
jeden Fall ein Arztbesuch angezeigt der Arzt kann die passende
Therapie verschreiben. Ist der Pilz diagnostiziert, gibt es verschiedene
Möglichkeiten, die Infektion zu behandeln. Einerseits ist eine lokale
Behandlung mittels Vaginalcreme, Zäpfchen oder Vaginaltabletten möglich.
Diese Präparate haben den Nachteil, dass sie nur auf der Schleimhautoberfläche
wirken und somit tieferliegende Pilzreservoirs oft nicht erreichen. Zudem
empfinden viele Frauen die Anwendung lokaler Therapiemethoden als umständlich
und unangenehm. Es kommt daher nicht selten vor, dass die Patientinnen
ihre Behandlung vorzeitig abbrechen, sobald die Symptome des Vaginalpilzes
verschwunden sind. Häufig werden so aber nicht restlos alle Pilze vernichtet,
so dass sich die übriggebliebenen wieder ungestört vermehren können.
Eine weitere Möglichkeit besteht darin, sich vom behandelnden Arzt eine
orale Therapie verschreiben zu lassen. Das Medikament gelangt über den
Blutkreislauf in die Schleimhaut und in das Sekret der Scheide und beseitigt
dort die infektiösen Pilze. Die Anwendung lokaler Pilzmittel erübrigt
sich dabei in der Regel. Zudem kann schon eine Kapsel gleichzeitig auch
Pilze im Mund, Darm oder an der äusseren Schamregion bekämpfen.
| Vorbeugung wie Sie
sich schützen können Um weiteren Pilzinfektionen
vorzubeugen, ist es ratsam, den Pilzen die optimalen Lebensbedingungen
zu entziehen.
-
Tragen Sie saubere
Unterwäsche aus Naturfasern und achten Sie auf eine regelmässige,
sanfte Hygiene so entziehen Sie den Pilzen ein feuchtwarmes
Biotop.
-
Verzichten Sie bei
der Intimpflege auf antiseptische Badezusätze, Vaginalspülungen,
Intimsprays und parfümierte Seifen, um das natürliche Gleichgewicht
der Vaginalflora zu schonen.
-
Bei einer besonders
trockenen Schleimhaut - und damit verbundenen Reizungen
und sogar Blutungen nach dem Geschlechtsverkehr - kann ein
Gleitmittel schon viel bewirken.
-
Süssigkeiten und
Kohlenhydrate verbessern das Nahrungsangebot für Candida-Pilze.
Eine ausgewogene, faserreiche Ernährung wirkt dem entgegen.
Diabetikerinnen sollten auf einen gut eingestellten Zucker
achten.
-
Nach dem Stuhlgang
können sich am After Pilze befinden. Wischen Sie immer in
Richtung Rücken ab, damit keine Pilze in die Scheide gelangen
können.
-
Falls Sie unter ständigen
Pilzinfektionen der Vagina leiden, sollten Sie eine Mitbehandlung
Ihres Partners in Erwägung ziehen.
-
Setzen Sie sich bereits
bei ersten Anzeichen einer Pilzinfektion mit Ihrem Arzt
in Verbindung mit der richtigen Therapie kann er
Ihnen helfen, Ihr Wohlbefinden schnell wieder zurück zu
erlangen.
|
Text mit freundlicher Genehmigung der Firma
Pfizer AG,
Flüelastrasse 7, 8048 Zürich.
Hier finden Sie mehr Informationen:
|

 |


 |