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  INFORMATIONSBLATT ÜBER DIE EILEITERUNTEBINDUNG

Die folgenden Ausführungen sollen Sie aufklären und nicht beunruhigen. Sie sind zudem nur ein Teil der Aufklärung. Der geplante Eingriff wird mit Ihnen persönlich besprochen. Bitte fragen Sie deshalb nach allem, was Ihnen unklar ist oder wichtig erscheint; sagen Sie es aber auch, wenn Sie lieber nicht mehr allzu viel über den bevorstehenden Eingriff wissen möchten.  

Nach reiflicher Überlegung haben Sie sich für die Durchführung einer Eileiterunterbindung entschieden.  

Die Sterilisationsoperation ist die sicherste Methode zur Empfängnisverhütung. In der Regel ist die Eileiterunterbindung ein endgültiger Eingriff, da eine operative Wiedervereinigung der Eileiter wenig Erfolgsaussichten auf Durchgängigkeit hat. Ihre Entscheidung muss deshalb sorgfältig überlegt sein. Die Mitunterzeichnung dieses Protokolls durch den Partner ist erwünscht.  

Es gibt verschiedene Operationsmethoden wie elektrische Verkochung der Eileiter mit oder ohne Durchtrennung der Eileiter, Entfernung oder Teilentfernung beider Eileitern oder Verschluss der Eileiter mit Klammern. Alle diese Varianten können mittels Bauchspiegelung, Bauchschnitt oder, in Ausnahmefällen, auch von der Scheide her ausgeführt werden. Gelingt dies nicht, so muss der Hautschnitt evtl. verlängert oder auf eine andere Methode umgestellt werden (z.B. bei Verwachsungen). Die häufigst gewählte Methode ist die Bauchspiegelung, wo der Zugang über einen kleinen Schnitt in der unteren Nabelgrube und meist einen zweiten im Unterbauch, nach vorgängiger Füllung des Bauches mit Kohlensäuregas, erfolgt.  

Risiken und Komplikationen: Die Sterilisationsverfahren haben auch bei technisch einwandfreier Durchführung eine Versagerquote von 3–7 Schwangerschaften pro 1000 Operationen. In ca. 30–60% der trotz Sterilisation eintretenden Schwangerschaften handelt es sich um Eileiterschwangerschaften, die zumeist operativ behandelt werden müssen. Bei der Bauchspiegelung können selten Komplikationen, wie Blutungen, Darmverletzungen auftreten. Sie machen ein Öffnen der Bauchhöhle durch Schnitt erforderlich. Entzündungen, Wundheilungsstörungen, Thrombosen (Blutgerinnsel) und Embolien sind allgemeine Operationsrisiken.  

Nach der Operation mittels Bauchspiegelung können noch leichte Schmierblutungen aus der Scheide sowie Beschwerden im Unterleib und Schulterbereich auftreten. Normalerweise sind diese Beschwerden nach 24–48 Stunden verschwunden. Die Eierstocktätigkeit (z.B. Hormonproduktion, Periode) bleibt erhalten.  

Kosten: Zu beachten ist, dass eine Sterilisationsoperation keine Pflichtleistung der Krankenkasse darstellt. Eventuell sind alle anfallenden Kosten selbst zu tragen. Zur Abklärung einer möglichen Übernahme oder Teilübernahme der Kosten müssen Sie mit Ihrer Krankenkasse und Ihrer Klinik Rücksprache nehmen. Der Arzt gibt Ihnen gerne weitere Auskünfte. Die Rückgängigmachung der Sterilisation, die einen grösseren operativen Eingriff bedeutet und mit hohen Kosten verbunden ist, wird von der Krankenkasse nicht bezahlt.  

  

Texte der Operationsaufklärungsprotokollen wurden vorbereitet von: 

Disclaimer: Die Logos SGGG, FMH + SPO dürfen nur bei unveränderter Originalversion verwendet werden. Jede Abänderung des Formulars führt zum Verlust der erwähnten Logos! Copyright SGGG Version Gyn2D.0/97  

  

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