| STERILITÄTSABKLÄRUNG UND BEHANDLUNG |
Man unterscheidet männliche und weibliche Sterilitätsfaktoren.
Abklärung beim Mann:
- Spermiogramm (Samenuntersuchung)
Der Samen muss nach einer Karenzzeit von 5 Tagen (kein Geschlechtsverkehr)
innerhalb von ca. einer Stunde nach Gewinnung an der Porte der Universitäts-Frauenklinik
Basel (Spitalstrasse 21) abgegeben werden.
Der Befund der Ejakulatanalyse des Andrologischen Labors unter der Leitung
von Frau Dr. M. De Geyter wird an uns geschickt und anschliessend mit
dem Ehepaar besprochen.
Manchmal sind Spermiogramm Wiederholungen nötig und gelegentlich muss
der Mann dem Urologen für weitere Abklärungen überwiesen werden.
Therapie bei schwerer männlicher Sterilität:
Es kommen Massnahmen in Betracht um die Samenzahl und Qualität zu verbessern.
Bei der homologen Insemination wird der speziell aufgearbeitete
Samen des Ehemannes zum Zeitpunkt des Eisprungs in die Gebärmutter eingespritzt.
Bei der heterologen Insemination wird Spendersamen zum Zeitpunkt
des Eisprungs in die Gebärmutter eingespritzt. Man spricht auch von donogener
Insemination.
In der Praxis von Herrn Prof. Dr. R. Gaudenz werden Sie höchst vertraulich
beraten und gegebenenfalls behandelt.
Die donogene Insemination ist die einzige Möglichkeit dem Paar zu einem
Kind zu verhelfen, wenn der Mann gar keine Spermien im Ejakulat hat (Azoospermie).
Wenn nur eine geringe Zahl von gesunden Spermien vorhanden ist, hat heute
die In-vitro-Fertilisation (IVF) oder die Intracytoplasmatische Spermainjektion
(ICSI) Vorrang.
Es ist in einigen Fällen auch möglich Spermien direkt aus dem Hoden zu
gewinnen (Mikrochirurgische epididymale Spermienaspiration (MESA).
Abklärung bei der Frau:
Diese beginnt mit einer genauen Anamnese (Befragung), einer gynäkologischen
Untersuchung, einer Ultraschall-Untersuchung der Gebärmutter und der Eierstöcke
und zahlreichen Blutuntersuchungen, gefolgt von Spezialuntersuchungen,
die wir an unserer Klinik alle für Sie machen.
Dazu gehören:
- Kontrastmittel-Sonographie und Hysterosalpingographie.
Damit stellen wir fest, ob die Gebärmutter in Ordnung ist und die Eileiter
durchgängig sind.
- Pertubation.
Das Durchblasen von CO2-Gas durch die Eileiter öffnet manchmal leichte
Verklebungen, insbesondere bei Frauen die schon einmal geboren haben
(sekundäre Sterilität) so, dass sich oft unerwartet schnell eine weitere
Schwangerschaft einstellt.
- Hysteroskopie.
Sie dient dazu Veränderungen der Schleimhaut und Verwachsungen in der
Gebärmutterhöhle festzustellen.
- Laparoskopie.
Die Bauchspiegelung zeigt Veränderungen der Gebärmutter, der Eierstöcke
und der Eileiter.
Eine Endometriose, der häufigste Grund für eine Sterilität ist, wird
so diagnostiziert.
Behandlung bei der Frau:
Wir sind zuständig um die Follikelreifung und die Ovulation zu verbessern
und den richtigen Zeitpunkt für die Befruchtung zu erkennen. Wir behandeln
Entzündungen, eine Endometriose, lösen Verwachsungen. Wenn alle unsere
Bemühungen nicht zum Ziel führen überweisen wir Sie an die Universitäts-Frauenklinik
Basel zu Herrn Prof. Dr. De Geyter für eine In-vitro-Fertilisation
(IVF) oder die Intracytoplasmatische Spermainjektion (ICSI).
Links und Artikel zum Thema:
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